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Arthur Køpckes Arkiv

1958-12-04

Afsender

Werner Höll

Modtager

Arthur Køpcke

Dokumentindhold

Höll takker Køpcke for bekræftelsen, at hans gouacher er ankommet. I løbet af nogle dage vil han sende tre ruller til med gouacher og tegninger. Kassen med oliemalerier vil også blive sendt og være hos Køpcke i løbet af 8-10 dage. Det tyske toldvæsen har stemplet billederne på bagsiden, på den måde kan man undgå told ved tilbagesendelsen, idet der så kun skal betales told for solgte værker. Han ønsker, at tolden skal være så lav som muligt og foreslår, at han og Køpcke deles om udgifterne. Udsættelsen af udstillingen har for ham ingen betydning, juletiden er vanskelig med hensyn til salg. Han takker for de tilsendte invitationskort; det lader til at være gode kunstnere. I den sidste ende er det galleriets renommé, der er afgørende for salg. Han har sat priserne på tegninger og gouacher lavt i forhold til oliemalerierne, således at køberen kan få et positivt indtryk. I dag, hvor alle maler abstrakt, kan publikum nemt blive mistroisk. Han vil meget gerne have tilsendt avisomtaler, som han håber, at Køpcke vil oversætte. Han beder Køpcke om at sende materiale om udstillingen til Frankfurter Allgemeine Zeitung og Stuttgarter Zeitung, da han ikke kan gøre det selv. Han sender en liste med adresser, hvortil der skal sendes invitationer, selv har han brug for 10 invitationskort. Med hensyn til betalingen kan han enten sende pengene eller afregne med Køpcke efter udstillingen. Han fortæller, at hans søn vil komme til Danmark og se udstillingen, selv kan desværre ikke komme. Han ønsker glædelig jul og godt nytår. I et efterskrift påpeger han, at det vil være en god ide at nummerere billederne i kassen efterhånden som de tages ud - så kan nemmere pakkes ned igen på samme måde.

Transskription

Werner Höll Reutlingen, den 4. Dezember 1958
Reutlingen/Württbg
Ringelbachstr. 34

Sehr geehrter Herr Köpcke,
ich danke Ihnen für die Eigangsbestätigung der Gouaches;
3 weitere Rollen mit den auf der beiliegenden Liste bezeich-
neten Zeichnungen und Gouaches schicke ich in einige Tagen
ab. (in Rollen). Die Kiste mit 23 Ölbildern beiliegender Liste
geht morgen ab und wird in etwa 8 - 10 Tagen dort ankommen.
Der deutsche Zoll hat die Bilder auf der Rückseite gestempelt,
das nennt man "Nämlichkeitsbescheinigung". So haben weder Sie
noch ich Schwierigkeiten bei der Rücksendung. Andernfalls wäre
Zollausfuhrgenehmigung usw. nötig gewesen, auch für die Rück-
sendung. Auf diese Weise braucht nur verzollt zu werden, was
verkauft wird. Der Zoll soll gering sein, ich schlage vor,
wir tragen ihn zu gleichen Teilen.
Die Verschiebung der Ausstellungszeiten scheint mir
belanglos zu sein. Die Wochen nach Weihnachten sind für den
Verkauf ja nicht besonders geeignet, damit mussten wir rechnen.
Mit interesse las ich Ihren Bericht über Ihre derzeitigen Aus-
stellungen und ich danken Ihnen für die Übersendung der Ein-
ladungskarten. Das scheinen gute Künstler zu sein und wohl ge-
eignet, den guten Ruf der Galerie zu begründen. Davon hängt ja
schliesslich der Verkauf noch mehr ab, als von niedrigen Prei-
sen. Meine Ölbilder sind im Verhältnis zu den Grafiken etwas
hoch, das gibt dem Käufer mit kleinem Geldbeutel das richtige
Gefühl, dass er die kleinen Sachen günstig kauft.
Heute, da alles "abstrakt" malt, wird so viel Billiges
auf dem Markt geworfen; gerade das macht das Publikum mit Recht
misstrauisch. Ein gegenstandloses Bild ist wie ein Gedicht,
wie eine musikalische Komposition und jeder weiss, dass solche
Dinge nicht aus dem Ärmel geschüttelt werden können sondern
erarbeitet, ausgereift sein müssen. Nur dann halten sie, auch
auf längere Sicht, der Kritik stand.
Es interessiert mich sehr, die Zeitungsbesprechungen
der Ausstellung zu bekommen und bitte Sie mir zu schicken, was
erscheint. Vielleicht lässt sich etwas davon in der Reutlinger
Presse verwenden. Wenn Sie sich die Mühe machen wollen, mir der
Text ins Deutsche zu übersetzten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Es werden ja keine langen Artikel sein.
Wichtig ist mir auch die Benachrichtigung folgender
deutscher Zeitungen:
"Frankfurter Allgemeine Zeitung" Frankfurt a.Main, Börsensstr, 2

2.

2. "Stuttgarter Zeitung" Stuttgart, Turmhaus.
Natürlich müsste der Einladungskarte ein kurzer Begleittext bei-
liegen, indem Sie etwa folgendes ausdrücken: Im Interesse des
Malers sowie seiner Bekannten und der Kunstgalerieen im Bereich
der Zeitung bitten Sie um einen kurzen Hinweis, dass Ihre Galerie
v.30.12.58 - 14.1.59 eine Kollektion von 20 Ölgemälden und 35
Blätter Grafik ausstellt. Ich selber kann nicht gut hinschreiben
und Es wäre vielleicht gut zu erwähnen, dass es sich um gegen-
stanslose Bilder handelt, die zum Teil schon auf grossen Aus-
stellungen Süddeutschlands ausgestellt waren (Künstlerbund Baden-
Württemberg, Kunsthalle Baden-Baden [håndskrevet tilføjelse venstre side] und Sezession
Oberschwaben-Bodensee in den Jahren 1957-1958)
Die Liste des Adressen, an die ich Sie bitte Karten zu
schicken, liegt bei, für Überlassung von etwa 10 Einladungskarten
bin ich Ihnen sehr dankbar.
Den Umkostenbeitrag von DM. 300,- überweise ich Ihnen in
einigen Tagen, falls Sie nicht erst am Schluss der Ausstellung
abrechnen wollen.
So - nun hoffe ich, dass ich nichts vergessen habe und
dass Sie die Sachen rechtzeitig bekommen. Ob Sie ein Bild in
der Presse reproduzieren wollen? Die "Station im Blau" kam
schon einmal recht gut im Zeitungsdruck heraus.
Übrigens wird mein Sohn, Dr. Rainer Höll, der in Bremen
Artz ist, Sie besuchen und sich die Ausstellung ansehen und ich
freue mich darüber, dass er mir ein wenig berichten wird, da es
mir nicht gut möglich ist hinzufahren. Gerade zur Vernissage wäre
ich gerne gekommen, in diesen Tagen jedoch ist Inventur im Ge-
schäft meiner Frau. Sie lässt übrigens für Ihre freundlichen
Grüsse danken und sie erwiedern.
Vor allem wünsche ich Ihnen ein sehr gutes Weihnachts-
geschäft, wir werden dann mit dem, was danach kommt, zufrieden
sein. Vielleicht höre ich noch von Ihnen vor den Feiertagen, wie
die Kiste und die Rollen angekommen sind, auf jeden Fall wünsche
ich Ihnen schon jetzt ein frohes Fest.
Mit freundlichen Grüssen
PS.
Wenn Sie die Kiste auspacken, wäre es gut die Reihenfolge der Bilder
auf deren Rückseite zu Nummerieren, 1-23, dann wird es Ihnen leicht
gelingen, sie wieder reinzubringen, denn sie passen genau ohne Spielraum.

Werner Höll

PS. Wie wäre eine Einladungskarte mit Aufdruck
eines Bildes in hellgrauer Farbe - darüber
die Schrift dann Schwarz? Wollen Sie das Wort
"Kollektiv-Ausstellung" darauf verwenden?

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